Bedrohte grüne Oase: Stadt soll Karten offenlegen
19. Februar 2026

BSW-Antrag zum Rathausturm wirkt Wunder

Die Aussichtsplattform des Rathausturms wird künftig ganzjährig für Besucher geöffnet und die Gruppenstärke der Führungen von bisher bis zu fünf auf bis zu zwölf Personen erhöht, hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Genau das hatte das BSW gefordert und Ende September letzten Jahres einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat eingebracht! Zwei Wochen später gab die Verwaltung bekannt, die zunächst vom 1. Juli bis 31. Oktober befristete Testphase werde bis 15. Februar verlängert. Wohl im Mai, spätestens aber im Juli soll laut Ankündigung nun der Dauerbetrieb beginnen, wobei mit vergrößerten Gruppen der riesigen Nachfrage Rechnung getragen wird.

Was das zu bedeuten hat? Unsere Argumente waren offenbar so überzeugend, dass sie geradezu in kommunalpolitischer Rekordzeit und maximal geräuschlos zu einer Lösung geführt haben. Gewinner sind die Dresdnerinnen und Dresdner sowie Gäste unserer Stadt, weil sie schon bald viel bessere Chancen haben werden, die geführte Turmbesteigung für den Wunschtag und die Wunschzeit oder überhaupt zu buchen.

Bisher waren die allermeisten Termine schnell ausgebucht, weil pro Tag nur bis zu 30 Personen die Geschichte des Rathausturms kennenlernen und die tolle Aussicht von oben genießen durften.

Die Fraktion BSW im Stadtrat Dresden zieht damit guten Gewissens ihren Antrag zur Öffnung des Turms für mehr Besucher zurück, da die darin enthaltenen Kernforderungen erfüllt sind. Wir halten gleichwohl daran fest, dass es irgendwann auch wieder möglich sein muss, den Rathausturm ohne Voranmeldung und selbstständig zu besichtigen, so wie es bis zur Schließung des Turms von 2013 bis 2025 über 100 Jahre der Fall gewesen war. Dieses Anliegen im Interesse einheimischer wie auswärtiger Besucher stellen wir unter den gegenwärtigen finanziellen Vorzeichen vorerst zurück.

BSW-Stadtrat Maurice Devantier: „Gerade weil es oft Streit gibt – am Beispiel des Rathausturms sieht man, dass es auch anders geht, wenn Stadtrat und Verwaltung sich für dieselbe Sache einsetzen. Nutznießer ist unsere Stadt.“