Mit BSW-Stimmen: Klimakonzept der Stadt abgewählt
1. April 2026

Uns blutet das Herz: Dynamo-Held Hansi Kreische gestorben

Einmal Dynamo, immer Dynamo: Hansi Kreische. (Foto: Homepage Dynamo Dresden)

Zu seiner aktiven Zeit war Publikumsliebling Kreische häufig von Fans umlagert. (Foto: Homepage Dynamo Dresden)

Bei Tag war Hansi Kreische kaum zu stoppen. Also kam der Tod in der Nacht. Mit 78 Jahren musste die Stürmer-Legende der 60er und vor allem 70er Jahre für immer vom Platz. Die Nachricht hat auch uns mitten ins Herz getroffen. Denn Hans-Jürgen, wie er eigentlich hieß, war einer der Größten unter den Großen im Fußballolymp. Fünfmal Meister mit Dynamo, viermal Torschützenkönig in der DDR-Oberliga, DDR-Fußballer des Jahres 1973. Und als Nationalspieler gehörte er jener Elf an, die bei der WM 1974 den Gastgeber und späteren Weltmeister Westdeutschland mit 1:0 schockte.

Er hat uns Dresdnerinnen und Dresdner stolz gemacht, sein Name klang selbst für jene, die sich gar nicht für Fußball interessierten, nach Heimat. Ganz abgesehen davon, dass er nur den Mund aufmachen musste und alle sofort wussten, wo der gebürtige Dresdner herkommt. Dabei war er kein Star, zu dem man Abstand hielt, sondern der Inbegriff von „du“, von Bodenständigkeit und Geradlinigkeit. Einer, der kein Blatt vor den Mund nahm und der Spaß verstand.

BSW-Fraktionschef Ralf Böhme: „Als Stürmer von internationalem Format trug Hansi Kreische maßgeblich zu den unvergesslichen Europapokalerfolgen Dynamos bei, von denen der Verein bis heute zehrt. Und er übernahm Verantwortung als Trainer in Zeiten, in denen Dynamo am Tiefpunkt angekommen war.“ Zuletzt kümmerte er sich bei den Schwarz-Gelben um den Nachwuchs, auch das mit vollem Einsatz.

Es ist traurig, sich schon wieder von einem Fußball-Idol verabschieden zu müssen. Aber Hansi Kreische ist auf ewig ein Stammplatz im Dynamo-Kosmos gewiss. Mach’s gut, Hansi!