Unsicherheitsgefühl in der Innenstadt: Das sagt das BSW
Unlängst stellte der Verein City Management Dresden – er setzt sich für eine attraktive Innenstadt ein – die Ergebnisse einer Onlinebefragung von über 1000 Menschen vor. Sie sollten die City als Shoppingstandort bewerten. Die Studie trägt den Titel „Mehr Sicherheit, mehr Grün und höhere Angebotsvielfalt“. Dass Sicherheit so hoch gewichtet wird, kommt nicht von ungefähr. Denn die Befragten schätzten nicht nur die Wohlfühlqualität in der City als gerade noch befriedigend ein – nach Schulnoten ergab sich ein Durchschnitt von 3,7. Bei den Gründen, die Innenstadt zu meiden, nimmt das „Unsicherheitsgefühl“ einen der vorderen Plätze ein. Es wurde von mehr als 40 Prozent angeführt.
Auch im Stadtrat waren Ordnung und Sicherheit zuletzt Thema. Bei einer Aktuellen Stunde wurde die Situation von allen Rednern als schwierig beurteilt. Das sagte unser Fraktionsvorsitzender Ralf Böhme.
- Wir reden im Kern über die Durchsetzung von Regeln, die wir uns als Gesellschaft gemeinsam gegeben haben. In Bezug auf dieses Stichwort stellen wir fest, in welchen Fällen es in Dresden hapert, wenn auch vielleicht weniger als anderswo. Wir sehen Kriminalitäts-Hotspots mit Drogenhandel, wir sehen verwahrloste Ecken, wir sehen eine zum Teil absurde Zunahme des Radverkehrs auf Fußwegen, wir sehen Vandalismus und eine zunehmende Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr.
- Es ist davon auszugehen, dass die Themen Ordnung und Sicherheit die Dresdnerinnen und Dresdner umtreiben. Denn dabei handelt es sich um entscheidende Indikatoren für die Lebensqualität in unserer Stadt. Bei Ordnung und Sicherheit kommt ein Aspekt hinzu: Die Wahrnehmung ist teilweiser relevanter als die Statistik. Die Tendenz ist eindeutig, dass die Entwicklung von Ordnung und Sicherheit in den letzten Jahren in der Bevölkerung negativ gesehen wird.
- Auch in diesem Bereich baden die Kommunen die Folgen der desaströsen Bundespolitik der letzten Jahre aus. Wir sehen bei der Kriminalität 1) eine Folge der ungesteuerten Migration und 2) die Wohlstandsverluste in der Bevölkerung in Folge des ideologiebetriebenen Umbaus bei der Energiepolitik und der Wirtschaft. Wohlstandsverluste bedeuten aber auch, dass uns auf Stadtebene weniger Mittel zur Verfügung stehen, beispielsweise für Sozialprojekte oder die Jugendhilfe, die präventiv wirken sollen und können.
- Die Zunahme an Kriminalität entsteht aus einem kaum entwirrbaren Komplex aus Perspektivlosigkeit, geschädigten familiären Strukturen, defizitären Bildungswegen, Migration. Es bedarf also eines umfassenden gesellschaftlichen Ansatzes, um hier Änderungen zu erreichen.






