BUGA in Dresden: Nicht nur schöne Blumen
Die Bundesgartenschau wird seit 1951 veranstaltet und gastiert seit der Wende immer wieder auch in den neuen Bundesländern. Nur in Sachsen fand sie noch nie statt. Das soll sich 2033 mit der BUGA in Dresden ändern, wenn es nicht doch noch anders kommt. Am 29. Januar muss der Stadtrat darüber befinden, ob und in welcher Form die Planungen vorangetrieben werden. Das BSW steht hinter dem Projekt, wird es aber weiterhin kritisch begleiten. Kurz vor der Stadtratssitzung kam es nun zu einem Meinungsaustausch mit Frank Hoffmann und Jens Freiberg vom Förderverein BUGA Dresden 2033. Von BSW-Seite nahmen Stadtrat Dominik Hecker und Martin Jachmann, stellvertretender Vorsitzender des BSW-Kreisverbandes und Mitglied im BUGA-Begleitgremium, daran teil.
Dresden ist, historisch betrachtet, ein Zentrum des Gartenbaus in Deutschland. Nicht umsonst wurden hier bereits Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts drei internationale Gartenbauausstellungen abgehalten. Die Bundesgartenschau 2033 würde also an eine lange Tradition anknüpfen. Würde, weil noch nicht sicher scheint, dass sie auch tatsächlich nach Dresden kommt und nicht noch von bestimmten Kräften verhindert oder durch immer neue konzeptionelle Forderungen unmöglich gemacht wird. Frank Hoffmann ist da sehr besorgt. Der Vorsitzende der „Dresdner Gartenfreunde“ beklagt, dass „vieles zerredet“ wird und zwischen die politischen Fronten gerät. Deshalb will er die Bürger mit ins Boot holen und hat Ende letzten Jahres den Förderverein BUGA Dresden 2033 mitgegründet, zu dessen führenden Köpfen er seitdem gehört.
„Wirksamer Motor zur Stadtentwicklung“
Vor der Stadtratssitzung am 29. Januar, wo auch das weiteren Vorgehen in Sachen BUGA auf der Tagesordnung steht, war Hoffmann zu Besuch beim BSW. An seiner Seite: Jens Freiberg, Gründungsmitglied des Fördervereins und Chef der Leutersdorfer Baumschulen Pflanzenhandels GmbH. Der Verein war mit 20 Mitgliedern gestartet, nach sechs Wochen sind bereits 34.
„Wir sind keine Erfüllungsgehilfen der Stadt oder der BUGA-Gesellschaft“, sagt Hoffmann. Man sei aber daran interessiert, dass die BUGA in Dresden ausgerichtet wird. „Wir glauben daran, dass das eine gute Sache für Dresden und ein wirksamer Motor zur Stadtentwicklung ist“, so Hoffmann. Es gehe nicht nur um eine „Schöne-Blumen-Schau“, sondern darum, Projekte wie den Südpark oder die Aufwertung des Galopprennbahn-Areals zwecks öffentlicher Nutzung voranzutreiben. Diese Chance dürfe nicht „leichtfertig vergeben“ werden.
Was du heute kannst bepflanzen
Auch Jens Freiberg engagiert sich als „Gärtner und Sachse“ für die BUGA in Dresden. Er möchte, dass sie ein Erfolg wird und weit über 2033 hinaus Identität stiftet. Dabei müsse die Bürgerschaft „mitziehen“, sagt er. „Wir sehen uns als Brückenbauer.“ Letztlich gehe es darum, dass es heißt: „Wir sind BUGA.“
Zwar ist bis 2033 noch viel Zeit, aber die Weichen müssen jetzt gestellt werden. Damit die BUGA zum Erlebnis wird, braucht es eine Anpflanzung der nötigen Vegetation bis spätestens 2030, so die Experten. Das BSW befürworte die BUGA in Dresden, sagt Stadtrat Dominik Hecker. Gleichwohl werde man „genau hinschauen“, damit es nicht zu Geldverschwendung komme.







