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GSK-Werk macht dicht: „Es muss sich extrem viel ändern“

Ganz bittere Pille für den Wirtschaftsstandort Dresden: Wie heute bekannt wurde, schließt der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) zum Sommer 2028 sein Impfstoffwerk in der Zirkusstraße. Mehr als 600 Arbeitsplätze sind betroffen.

Das ist nicht nur eine Schocknachricht für die Beschäftigten, sondern auch ein trauriges Indiz für die Fehlentwicklungen in Sachsen und Deutschland. „Die Zeichen des Niedergangs verdichten sich“, sagt Ralf Böhme, Fraktionsvorsitzender des BSW im Dresdner Stadtrat. Die angekündigte Werksschließung sei ein „weiteres bedenkliches Zeichen, dass der Industriestandort Deutschland verliert“.

Zu den Defiziten, die solche Hiobsbotschaften befördern, gehören „hohe Arbeits- und Energiekosten und eine absurde Bürokratie“, so Fraktionschef Böhme. „Da muss sich extrem viel ändern.“

Gleichzeitig sei auch Unternehmensführung in der Pflicht. Sie habe von der Landeshauptstadt Dresden viel Unterstützung erfahren.

In Dresden stellt GSK vor allem Grippe-Impfstoffe für den Weltmarkt her. 1992 war das frühere Sächsische Serumwerk von SmithKlineBeecham übernommen worden. Der britische Arzneimittelhersteller fusionierte später mit Glaxo Wellcome. Seit 2008 ist das Dresdner Werk nahe der Altstadt und in Sichtweite der Frauenkirche als GlaxoSmithKline Biologicals ausgewiesen.

Auf seiner Website schwärmt GSK noch von der Produktion „im Herzen der Stadt Dresden“. Dort werde „unsere Zukunft“ gestaltet, heißt es. Die Zukunft endet nun wohl sehr abrupt.