Vom Bürgergespräch in den Stadtrat

Gorbitz ist Stadtrand, ungefähr fünf Kilometer vom Dresdner Rathaus entfernt. Aber natürlich sollen auch die Gorbitzer von der Kommunalpolitik gesehen und gehört werden – und zwar ohne dafür Klinken putzen gehen zu müssen. Das BSW hat Ende Februar so ziemlich in der Stadtteilmitte ein Bürgergespräch veranstaltet. In einem Pflegeheim vis-à-vis des Freizeitbades Elbamare stand Stadträtin Berit Schönfeld den Anwesenden einerseits Rede und Antwort, ließ sich andererseits von ihnen die Probleme schildern, die man als Einwohner des Plattenbaugebiets erlebt, von der fehlenden Poststelle über Pyrotechnik nicht nur zu Silvester und mangelnde Sauberkeit bis zu Hausgemeinschaften, die leider nicht mehr so zusammenhalten wie früher.
Eine Sorge nahm Berit gleich mit in den Stadtrat: Die Zukunft des Polizeireviers Dresden-West auf der Julius-Vahlteich-Straße in Gorbitz soll ungewiss sein – was kann die Stadtverwaltung dazu sagen?
OB-Vize Jan Donhauser bestätigte daraufhin erstmals Pläne des Freistaats für einen (mittelfristigen) Umzug des Reviers auf die Hamburger Straße, wofür es „gute Gründe“ gebe. Frage und Antwort waren der Sächsischen Zeitung einen größeren Bericht wert. Donhauser sagte, die Landeshauptstadt werde sich dafür einsetzen, dass eine Polizeipräsenz in Gorbitz erhalten bleibe, „in welcher Form auch immer“. Alles andere wäre „fatal“, so der Bürgermeister.
Und noch ein Indiz, dass unser Bürgergespräch in Gorbitz gelungen war: Die Teilnehmer wünschen sich eine Fortsetzung. Besser hätte diese Premiere nicht enden können.





