Fußballgöttin Eta: Made in Dresden
Diese Nachricht hat weltweit Aufsehen erregt: Marie-Louise Eta trainiert ab sofort die abstiegsbedrohte Mannschaft von Union Berlin in der Bundesliga der Herren. Mit 34 Jahren ist sie nicht nur in Deutschlands höchster Liga die erste Cheftrainerin im Männerbereich – auch in den anderen Top-Ligen Europas gab es das noch nie. Mit ihrer Vorreiterrolle sorgt Eta am besten gleich dafür, dass das Geschlecht bei der Besetzung solcher Jobs bald keine Rolle mehr spielt.
Fest steht schon jetzt, dass auch in Dresden viele stolz gewesen sind, als diese Personalie verkündet wurde. Denn seinen Anfang genommen hat dieses Stück Fußballgeschichte bei uns hier. Marie-Louise Eta ist geborene Dresdnerin und der FV Laubegast ihr Heimatverein. Von dort wechselte sie mit elf zu Fortuna Rähnitz und lernte am Sportgymnasium. Die Grundlagen für ihre weitere Karriere bei Turbine Potsdam und anderen namhaften deutschen Vereinen sowie in den Nachwuchs-Nationalmannschaften wurden also in Dresden gelegt.
Aber nicht nur als Spielerin galt Marie-Louise Eta stets als Top-Talent, sondern auch später als Trainerin, die sie wegen einer Verletzung schon in jungen Jahren wurde. Union machte sie nicht umsonst in der vorvorigen Saison bereits zur Co-Trainerin der Männer. Zuletzt betreute sie an der Alten Försterei die weibliche U19, steigt im Sommer zur Cheftrainerin der Union-Frauen in der Bundesliga auf. Das war zumindest der Plan, bevor die Ostberliner am Wochenende Steffen Baumgart entließen und Eta zu seiner Nachfolgerin bestimmten. Vereinzelte peinliche Kommentare im Netz nach dieser historischen Entscheidung moderierte Union ab, indem man sie als „Fußballgöttin“ bezeichnete. Amen!





